Kreativität in der Agenturwelt

Ein Grafiker-Lernender entwickelt Ideen zwischen Handwerk und neuen Technologien.

Lenard Wick absolviert seine Ausbildung als Grafiker bei Jung von Matt LIMMAT und arbeitet an vielfältigen Projekten – von ersten Ideen bis zu visuellen Umsetzungen. Er gibt Einblick in seinen kreativen Alltag, den Umgang mit neuen Technologien und wie sich die Anforderungen in der Branche während seiner Lehre verändert haben.

23.04.2026

Was hat dich dazu motiviert, deine Ausbildung als Grafiker:in zu absolvieren?

Lenard: Ich habe meine Kreativität schon immer ausgelebt, ich habe viel gezeichnet, gebastelt, fotografiert oder Filme gedreht. Erst durch den Vorkurs an der SfGZ bekam ich dann auch Einblicke in die Gestaltung im digitalen Raum und bin so auf den Beruf als Grafiker gestossen.

Erinnerst du dich an deinen ersten Tag in der Agentur – was hat dich damals am meisten überrascht?

Eher an die erste Woche insgesamt. Es war alles neu, ziemlich wild und zum ersten Mal richtige Arbeit. Das hat mich nicht unbedingt überrascht, aber es war auf jeden Fall ein spezielles Gefühl.

Wie sieht dein Arbeitsalltag in der Agentur aus und welche Aufgaben übernimmst du konkret?

Um 09:00 Uhr beginnt der Tag mit einem Meeting, in dem wir einen Überblick über die Woche bekommen. Danach folgt ein weiteres Meeting mit dem Kreativteam, wo die Aufgaben verteilt werden.
Mein Aufgabenbereich ist ziemlich breit: von Ideen entwickeln und Kundenpräsentationen aufbereiten über erste Skizzen bis hin zu Animationen und Key Visuals für Plakatkampagneen.

Was aus der Schule konntest du schon anwenden und wie hilft dir das im kreativen Prozess?  

Die Schule ist eine spannende Abwechslung zum Agenturalltag, aber es sind zwei unterschiedliche Welten. In der Schule geht es stärker um Design und Analyse, während wir in der Agentur viel mehr auf Kundenbedürfnisse und komplette Werbekampagnen fokussiert sind.

Wie wirst du im Team begleitet – und wie unterstützt dich dein Umfeld dabei, deinen eigenen Stil und dein Können weiterzuentwickeln?

Ich hatte bereits verschiedene Lehrmeister:innen und konnte von allen etwas mitnehmen. Am meisten lerne ich aber durch mich selbst, learning by doing.

Gab es ein Projekt, das dich besonders geprägt hat, sei es herausfordernd oder auch motivierend?

Herausforderung ist es immer dann, wenn viele Personen an einem Projekt arbeiten und alle ihre Meinungen einbringen.

Welche Fähigkeiten konntest du während deiner Ausbildung bisher besonders weiterentwickeln – fachlich und persönlich?

Fachlich habe ich vor allem gelernt, wie man Projekte strukturiert aufbaut und durchführt. Persönlich hat sich vor allem mein Umgang mit Menschen in der Branche weiterentwickelt.

Und gibt es auch eine lustige, unerwartete oder besonders kreative Erfahrung aus deinem Agenturalltag, die dir in Erinnerung geblieben ist?

Durch die flache Hierarchie haben wir ein sehr gutes Verhältnis im Team. Dadurch entstehen auch immer wieder Momente, in denen man sich gegenseitig einen Scherz erlauben kann.

Wenn du auf deine Lehre zurückblickst: Was hat sich anders entwickelt, als erwartet und was hat dich besonders positiv überrascht?

Als ich im zweiten Jahr meine Lehre begonnen habe, kam AI auf und ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Es hat unseren Job stark verändert. Ob positiv oder negativ, darüber gibt es viele Meinungen. Klar ist aber: Wir lernen alle damit umzugehen und sind teilweise schon darauf angewiesen.

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