JAA: Die HWZ tritt erstmals an

Die HWZ spricht über ihren Einstieg in den Wettbewerb und die Stärke berufsbegleitender Studierender.

Die HWZ nimmt erstmals am LSA-Junior Agency Award teil. Im Interview erklären Bernhard Schweizer und Matthias Nast, weshalb der hochschulübergreifende Wettbewerb für ihre Studierenden besonders spannend ist und warum Praxisnähe, Teamgeist und der direkte Austausch mit Agentur-Coaches dabei eine zentrale Rolle spielen.

31.05.2026

Die HWZ ist neu beim Junior Agency Award dabei, was hat euch zur Teilnahme motiviert?

Im Bachelor Business Communications arbeiten wir schon lange mit praxisnahen Formaten, in denen Studierende Kommunikationskonzepte für reale Fragestellungen entwickeln. Bisher fand das aber vor allem innerhalb der HWZ statt. Am Junior Agency Award reizt uns besonders, dass unsere Studierenden nun hochschulübergreifend antreten und sich mit Teams anderer Hochschulen messen können. Diese zusätzliche Wettbewerbssituation macht das Format für uns sehr spannend.

Wie bereitet ihr eure Studierenden auf einen Wettbewerb vor, bei dem ihr selber noch keine Erfahrungen gesammelt habt?

Unser gesamter Studiengang ist auf Kommunikation, Marketing und strategisches Denken ausgerichtet. Die Studierenden bauen vom ersten Semester an Kompetenzen auf, um Kommunikationsstrategien, Konzepte und konkrete Massnahmen zu entwickeln; und dies immer mit Blick auf die Praxis.
Im laufenden vierten Semester besuchen sie zudem im Modul Marketing & Kommunikation den Kurs Integrierte Kommunikation. Dort beschäftigen sie sich genau mit den Fragestellungen, die für einen solchen Wettbewerb zentral sind. Unterstützt werden sie von erfahrenen Dozentinnen und Dozenten, die selbst viel Praxis- und Agenturerfahrung mitbringen und den Teams als Sparring-Partner: innen zur Seite stehen.


Seht ihr eure Rolle eher als Herausforderer oder als neugieriger Newcomer?

Beides. Wir sind neu dabei und gehen mit viel Neugier in diesen Wettbewerb. Gleichzeitig nehmen wir, und vor allem unsere Studierenden, die Herausforderung sehr gerne an. Die Studentinnen und Studenten wollen zeigen, was sie können.

Die HWZ tritt mit vielen Teams an – ist das ein strategischer Vorteil?

Die Teilnahme ist an der HWZ fixer Bestandteil des Curriculums, das heisst: Alle Studierenden des Jahrgangs sind in einem Team mit dabei. Dies definiert die Anzal Teams. Entscheidend ist am Ende nicht die Anzahl Teams, sondern die Qualität der Konzepte. Zugleich besteht auch innerhalb der HWZ eine gewisse Dynamik: Die Teams treten nicht nur gegen andere Hochschulen an, sondern natürlich auch ein Stück weit gegeneinander. Das kann zusätzlich motivieren.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Agentur-Coaches für den Einstieg?

Sehr wichtig. Die Rückmeldungen, die wir bisher erhalten haben, zeigen, dass diese Zusammenarbeit von den Studierenden sehr geschätzt wird. Einige unserer Studierenden arbeiten bereits in Agenturen oder in Kommunikationsabteilungen. Für viele andere ist der direkte Austausch mit Agentur-Coaches aber ein besonders wertvoller Einblick in die Agenturwelt.
Gerade dieses Zusammenspiel von Hochschulwissen, eigener Berufserfahrung und professionellem Agenturfeedback macht den Junior Agency Award so attraktiv. Mehr Praxisrelevanz gibt es kaum.

Welche Stärken bringen eure Studierenden aus dem Studiengang mit?

Eine besondere Stärke der HWZ ist das berufsbegleitende Studium. Unsere Studierenden arbeiten neben dem Studium in der Regel mit einem Pensum von bis zu 80 Prozent. Sie bringen also nicht nur theoretisches Wissen mit, sondern kennen die Arbeitswelt bereits sehr gut.
Das hilft ihnen, Ideen rasch auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. Sie haben ein gutes Gespür dafür, was in Organisationen funktioniert, was realistisch umsetzbar ist und wo es vielleicht nur auf dem Papier gut aussieht. In Kombination mit dem fachlichen Schwerpunkt auf Kommunikation und Marketing ist das eine starke Ausgangslage.


Wo seht ihr die grössten Herausforderungen bei der ersten Teilnahme?

Die grösste Herausforderung ist sicher, dass wir uns auf unbekanntem Terrain bewegen. Wir wissen noch nicht genau, wie der Wettbewerb funktioniert, wie die anderen Teams arbeiten und welche Dynamik sich entwickelt.
Gleichzeitig ist genau das auch eine Chance. Wenn man neu dabei ist, bringt man keine eingefahrenen Erwartungen oder Routinen mit. Man geht offener an die Sache heran; und manchmal ist gerade das ein Vorteil.

Wie gehen eure Teams mit Unsicherheit oder fehlender Wettbewerbserfahrung um?

Was uns als Studiengangsleiter an unseren Studierenden immer wieder beeindruckt, ist ihr Mut, sich auf neue Situationen einzulassen. Viele von ihnen sind es durch ihr berufsbegleitendes Studium gewohnt, mit anspruchsvollen Situationen umzugehen, Prioritäten zu setzen und Verantwortung zu übernehmen.
Gleichzeitig erleben wir, dass sie sich gegenseitig stark unterstützen. Sie üben gemeinsam, geben einander kritisches Feedback und stellen sich auch den Rückmeldungen von Dozierenden und Coaches. Gerade in einer Zeit, in der vieles automatisiert wird, sind solche Human Skills enorm wichtig: Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, Mut, Kreativität und die Fähigkeit, mit Unsicherheit produktiv umzugehen.

Was möchtet ihr aus dem ersten Jahr unbedingt lernen?

Wir sind sehr gespannt zu sehen, wie sich unsere Studierenden ausserhalb der gewohnten HWZ-Umgebung behaupten. Der Junior Agency Award bietet die Möglichkeit, aus der eigenen Bubble herauszutreten und sich mit anderen Hochschulen zu messen.
Für uns ist interessant zu beobachten, was unsere Studierenden daraus mitnehmen: fachlich, persönlich und auch im Umgang mit einer echten Wettbewerbssituation. Diese Erfahrungen werden sicher auch für die Weiterentwicklung unseres Studiengangs wertvoll sein.

Was wäre für euch ein erfolgreicher Einstieg in den Junior Agency Award?

Natürlich wäre ein Sieg eines HWZ-Teams ein grossartiger Einstieg.
Aber Erfolg bedeutet für uns nicht nur ein Platz auf dem Podest. Erfolgreich ist die Teilnahme auch dann, wenn unsere Studierenden mutig auftreten, starke Konzepte entwickeln, wertvolles Feedback erhalten und mit einer Erfahrung zurückkommen, die sie fachlich und persönlich weiterbringt. Ein Sieg wäre schön. Ein echter Lerngewinn ist mindestens genauso wichtig.

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