
andfrank im Interivew
Austausch, Haltung und Verantwortung als Antrieb
Für andfrank steht die Mitgliedschaft beim LSA für weit mehr als ein Netzwerk: Sie ist Ausdruck eines klaren Qualitätsanspruchs und einer offenen, verantwortungsvollen Haltung gegenüber der Branche. Im Interview sprechen Ramon Alder und Nico Strässle über die Bedeutung von Austausch, kontinuierlicher Weiterentwicklung und die Rolle von Agenturen in einer sich wandelnden Kommunikationswelt.
Was hat euch dazu motiviert, dem LSA beizutreten, was sind die Gründe?
Ramon Alder: Da gibt es ehrlich gesagt einige Gründe. Einerseits schätzen wir den Austausch mit Gleichgesinnten extrem. Gerade heute, wo unsere Branche so volatil ist wie wahrscheinlich noch nie zuvor. Es verändert sich gefühlt jede Woche wieder irgendetwas. Neue Technologien, neue Anforderungen, neue Erwartungen. Da hilft es enorm, wenn man sich auch mit anderen Agenturen austauschen kann. Auch wenn man im Markt Konkurrenten ist, am Ende sitzen viele Agenturen vor denselben Fragestellungen.
Andererseits ist die Aufnahme natürlich auch ein unglaublich schönes Qualitätsmerkmal. Bei andfrank gehen alle Mitarbeitenden für unsere Kund:innen die Extra-Meile. Klar gibt es auch mal Aufgaben oder Tage, die einem weniger liegen. Aber grundsätzlich sind wir mit voller Leidenschaft dabei, weil wir das, was wir tun, echt gerne machen. Dass unsere Arbeit eine hohe Qualität hat, wussten wir schon immer. Dass dies nun aber auch vom LSA bestätigt und zertifiziert wird, freut uns umso mehr.
Welche Vorteile erhofft ihr euch durch die Mitgliedschaft?
Nico Strässle: Einige würden eine Mitgliedschaft bei «LEADING SWISS AGENCIES» wahrscheinlich zuerst mit Neugeschäft oder der Hoffnung, dadurch einfacher an neue Kund:innen zu kommen, verbinden. Das steht bei uns ehrlich gesagt nicht im Vordergrund.
Uns geht es vor allem um den Austausch innerhalb der Branche. Der Zugang zu einem Netzwerk aus Gleichgesinnten, gemeinsame Diskussionen über aktuelle Entwicklungen oder auch neue Lösungsansätze für Herausforderungen, die uns alle beschäftigen. Zudem freuen wir uns extrem auf die Weiterbildungsangebote des LSA. Gerade in unserer Branche darf man niemals stehen bleiben.
Und klar – sollte durch die Mitgliedschaft irgendwann auch mal eine neue Kund:in entstehen, wäre das natürlich ebenfalls schön. (lacht)
Welche Bedeutung hat der LSA und die Mitgliedschaft für euch?
Ramon Alder: Ich habe seit meinem Einstieg in die Kommunikationsbranche – und das ist mittlerweile tatsächlich schon über 15 Jahre her, was irgendwie ziemlich nach alt klingt, wenn ich das laut ausspreche – immer zu den LSA-Agenturen aufgeschaut. Diese grossen, namhaften Agenturen haben mich schon früh fasziniert. Jetzt mit der eigenen Agentur Teil dieses Verbands zu sein, macht mich persönlich, aber auch unser ganzes Team unglaublich stolz. Darauf haben wir intern natürlich ordentlich angestossen.
Gleichzeitig bringt die Mitgliedschaft aber auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Es heisst nicht umsonst «LEADING SWISS AGENCIES». Dieser Anspruch gilt auch für uns selbst. Für unsere Arbeit, unsere Haltung und unseren Qualitätsanspruch. Immer die beste, smarteste Lösung für unsere Kund:innen zu suchen. Starke, ganzheitliche Ideen zu entwickeln. Dinge sauber und perfekt umzusetzen. Und ein echter Partner auf Augenhöhe zu sein.
Wie möchtet ihr euch zukünftig im Verband einbringen?
Nico Strässle: Das ist ehrlich gesagt eine gute Frage, die wir momentan selber noch nicht ganz beantworten können. Wir kennen den Verband bis jetzt hauptsächlich von aussen. Da wäre es etwas vermessen, bereits jetzt grosse Worte oder Ankündigungen zu machen.
Was wir aber sicher sagen können: Wir leben eine Macher-Mentalität und sehen die Mitgliedschaft definitiv nicht einfach als Fitness-Abo, das man im Januar voller Motivation abschliesst und danach nie mehr nutzt. Wir möchten uns aktiv einbringen, austauschen und Teil des Verbandslebens sein. Wie genau das aussehen wird, wird sich wahrscheinlich mit der Zeit ganz natürlich ergeben.
Wie wichtig ist das Networking und der Austausch mit anderen Agenturen?
Ramon Alder: Extrem wichtig. Wir waren schon immer die, die sehr offen mit Mitbewerbern gesprochen haben. Klar ist man Konkurrent. Aber ich glaube fest daran, dass sich eine Branche und die tagtägliche Arbeit darin nur verbessert, wenn man miteinander spricht. Und zwar nicht nur über die schönen Seiten. Auf LinkedIn, in Medienmitteilungen oder generell auf Social Media liest man meistens nur Erfolgsgeschichten. Aber hey – Unternehmertum mit einer Agentur ist nicht immer nur rosig. Im Gegenteil.
Gerade deshalb hoffe ich, dass man im Austausch auch offen über Herausforderungen oder Fehler sprechen kann. Denn wenn jemand anderes einen Fehler bereits gemacht hat, muss ich ihn ja nicht nochmals machen. Und umgekehrt genauso. Genau daraus entsteht für mich echter Mehrwert.
Wie möchtet ihr als Teil des Verbands zu einer nachhaltigen Entwicklung der Agenturbranche beitragen?
Nico Strässle: Unsere Branche befindet sich aktuell wahrscheinlich in einer der spannendsten, aber auch herausforderndsten Phasen überhaupt. Gerade KI verändert extrem vieles und macht gewisse Prozesse deutlich zugänglicher. Aber einfacher bedeutet eben nicht automatisch besser.
Ich glaube, für eine nachhaltige Entwicklung der Branche wird es entscheidend sein, dass wir diese neuen Tools so selbstverständlich beherrschen wie früher Word, PowerPoint, Photoshop oder InDesign. Diese Technologien werden ganz normal Teil unseres Arbeitsalltags und unserer Prozesse.
Gleichzeitig darf unsere Daseinsberechtigung aber nicht nur darin liegen, irgendein Tool bedienen zu können. Denn theoretisch hätte sich früher auch jede:r einfach Adobe herunterladen, sich alles selber beibringen und danach alles selbst gestalten können. Oder eine Kamera kaufen und die eigene Kampagne gleich selbst shooten. Die Tools allein machen noch keine gute Marketingkommunikation.
Unsere Stärke muss künftig noch stärker in strategischen, konzeptionellen, beraterischen und kreativen Leistungen liegen. In smarten Ideen, neuen Denkweisen, intelligenter Beratung und echter unternehmerischer Macher-Mentalität, um Projekte erfolgreich auf den Boden zu bringen. Genau dort entsteht der Mehrwert für Kund:innen von Agenturen.
Und genau dieses Denken müssen wir auch der nächsten Generation früh mitgeben. Ich glaube, genau darin liegt der Schlüssel für die Zukunft unserer Branche.
Aber mal sehen, kann ja gut sein, dass nächste Woche wieder alles anders ist ;-)

