
Gestaltung mit Wirkung im Agenturalltag
Ein Grafiker-Lernender verbindet Kreativität, Teamarbeit und neue Technologien.
Liun Brunner absolviert seine Ausbildung als Grafiker bei der Wirz Group AG und arbeitet an vielfältigen Projekten. Er berichtet, wie er gestalterische Grundlagen in der Praxis anwendet, seinen eigenen Stil entwickelt und den rasanten Wandel durch neue Technologien im Agenturalltag erlebt.
Was hat dich dazu motiviert, deine Ausbildung als Grafiker zu absolvieren?
Liun: Schon früh hat mich fasziniert, wie man mit Gestaltung Emotionen wecken und Botschaften visuell vermitteln kann. Während der Schulzeit habe ich gemerkt, dass ich meine Kreativität gezielt einsetzen und weiterentwickeln möchte. Deshalb habe ich mich für die Ausbildung als Grafiker entschieden, um meine Leidenschaft zum Beruf zu machen und mich gestalterisch ständig weiterzuentwickeln.
Erinnerst du dich an deinen ersten Tag in der Agentur – was hat dich damals am meisten überrascht?
Ich kann mich an den ersten Tag nicht mehr sehr genau erinnern, aber ich weiss noch, dass ich sehr überrascht war, wie viele verschiedene Projekte parallel laufen.
Wie sieht dein Arbeitsalltag in der Agentur aus und welche Aufgaben übernimmst du konkret?
Mein Arbeitsalltag in der Agentur ist sehr abwechslungsreich: Ich arbeite an unterschiedlichen Projekten, setze Layouts um und bearbeite Bilder. Dabei übernehme ich konkrete Aufgaben wie das Erstellen von den Mitarbeiterbilder.
Was aus der Schule konntest du schon anwenden und wie hilft dir das im kreativen Prozess?
Aus der Schule konnte ich vor allem gestalterische Grundlagen wie Farbtheorie, Typografie und Bildkomposition direkt anwenden. Diese helfen mir im kreativen Prozess, Ideen gezielter zu entwickeln und visuell klar sowie wirkungsvoll umzusetzen.
Wie wirst du im Team begleitet – und wie unterstützt dich dein Umfeld dabei, deinen eigenen Stil und dein Können weiterzuentwickeln?
Im Team werde ich eng begleitet, bekomme regelmässig Feedback zu meinen Arbeiten und kann jederzeit Fragen stellen, wenn ich unsicher bin. Mein Umfeld unterstützt mich dabei, indem es mir Raum für eigene Ideen gibt und mich gleichzeitig fördert, meinen Stil weiterzuentwickeln und neue Techniken auszuprobieren.
Gab es ein Projekt, das dich besonders geprägt hat, sei es herausfordernd oder auch motivierend?
Das war die Kampagne des EBG gegen häusliche Gewalt. Ich finde, diesem Thema sollte viel mehr Beachtung geschenkt werden, und es ist wichtig, dass es zunehmend in den Vordergrund rückt. Bei diesem Projekt konnte ich die verschiedenen Sprachversionen auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch umsetzen.
Welche Fähigkeiten konntest du während deiner Ausbildung bisher besonders weiterentwickeln – fachlich und persönlich?
Ich konnte mich im Thema KI stark weiterentwickeln. Mein ehemaliger Lehrmeister hat im ersten Lehrjahr einen grossen Fokus daraufgelegt, sodass ich viel lernen konnte und dieses Wissen heute gut in meinem Alltag anwende. Aber nicht nur im Bereich KI habe ich Fortschritte gemacht: Ich beherrsche mittlerweile fast alle Adobe-Programme und kann sie mit meinen Fähigkeiten sicher einsetzen.
Und gibt es auch eine lustige, unerwartete oder besonders kreative Erfahrung aus deinem Agenturalltag, die dir in Erinnerung geblieben ist?
Mir bleibt immer noch in Erinnerung, wie ich beim Schnuppern ein Plakat über einen medizinischen blauen Honig gestaltet habe. Das Plakat war grauenvoll. Es war meine erste Arbeit bei Wirz und wurde ein bisschen zum Insider.
Wenn du auf deine Lehre zurückblickst: Was hat sich anders entwickelt, als erwartet und was hat dich besonders positiv überrascht?
Mich hat es sehr überrascht, wie stark sich die KI in den eineinhalb Jahren entwickelt hat, seit ich in der Lehre bin. Am Anfang gab es nur Midjourney, und man erkannte sofort, wenn ein Bild mit KI generiert wurde. Heute kann man mit Programmen wie Nanobanana realitätsnahe Bilder erstellen. Die Entwicklung der KI schreitet schnell voran. das hätte ich mir nie gedacht.

