Zweites HWZ-Team zieht ins Finale des LSA Junior Agency Awards ein

Das HWZ-Team spricht über Teamarbeit, Agentur-Coachings und wertvolle Learnings aus dem Wettbewerb.

Valeria Caforio, Daniela Del Re, Nicola Ferrari, Juan Antonio Otero Abbruzzese, Giulia Rosania und Dora Samarin vertreten die HWZ an der Junior Agency Award Night 2026. Im Interview erzählen sie, weshalb Offenheit und klare Rollenverteilung zu ihren Stärken zählen, welche Erkenntnisse sie aus der Zusammenarbeit mit den Agentur-Coaches mitnehmen und warum man manchmal auch gute Ideen loslassen muss.

11.06.2026

Als neues Team einer neuen Hochschule bringt ihr frischen Wind in den Wettbewerb. Wo seht ihr euren grössten Vorteil?

Unser grösster Vorteil liegt in der Kombination aus praxisnaher Ausbildung und der Offenheit, die man als unerfahrenes Team mitbringt. Wir profitieren von Dozierenden, die uns nicht nur theoretische Kenntnisse vermitteln, sondern auch echte Einblicke in die Branche geben. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass wir noch viel lernen dürfen – und genau das ist eine Stärke: Wir gehen unvoreingenommen an Aufgaben heran, stellen Fragen, die erfahrenere Teams vielleicht nicht mehr stellen, und nehmen jedes Feedback als Chance, uns weiterzuentwickeln. Dieser Wettbewerb war für uns deshalb nicht nur eine Aufgabe, sondern ein echter Lernmoment.

Wie habt ihr euch als Team organisiert, um mit den erfahrenen Hochschulen mithalten zu können?

Wir haben früh festgestellt, dass wir sehr unterschiedliche Stärken mitbringen – von Strategie über Content bis hin zu Zahlen und Projektorganisation. Statt alle alles machen zu lassen, haben wir Verantwortlichkeiten klar verteilt und uns regelmässig kurz abgestimmt. Das Konzept war von Anfang an ein gemeinsames Dokument, an dem alle gleichzeitig gearbeitet haben – das hat viel Zeit gespart und verhindert, dass jemand allein auf eine Idee fixiert bleibt.

Welche Learnings aus der Zusammenarbeit mit den Agentur-Coaches nehmt ihr mit?

Das Wichtigste: Eine gute Idee reicht nicht. Sie muss auch umsetzbar, budgetiert und messbar sein. Das hat unser Konzept deutlich geerdet und uns gezwungen, wirklich durchzudenken, was in der Realität funktioniert. Besonders prägend war der Hinweis, den uns die Agentur schon früh mitgegeben hat: «Kill your darlings.» Die erste Idee ist selten die beste – Konzeptentwicklung ist ein Denkprozess, und man muss bereit sein, auch liebgewonnene Ideen loszulassen, wenn etwas Stärkeres entsteht.

Was hat euch am meisten überrascht am Junior Agency Award?

Wie viel man in so kurzer Zeit tatsächlich leisten kann, wenn man fokussiert ist. Wir haben ein vollständiges integriertes Kommunikationskonzept mit Strategie, Budget, Timing und KPIs entwickelt – das fühlt sich im Studium sonst viel theoretischer an. Überraschend war auch, wie nah die Aufgabenstellung an der echten Agenturarbeit ist: echter Auftraggeber, echtes Briefing, echter Druck.

Welche Rolle spielten eure Dozierenden und Studieninhalte dabei, die Agenturperspektive besser zu verstehen und umzusetzen?

Ohne die theoretische Grundlage – SWOT, PESO-Modell, Customer Journey, Zieldimensionen – hätten wir das Konzept nicht so strukturiert aufbauen können. Die Dozierenden haben uns nicht nur Frameworks mitgegeben, sondern auch den kritischen Blick: Warum kommunizierst du das? Für wen? Mit welchem Ziel? Diese Fragen haben wir uns während des gesamten Prozesses immer wieder gestellt. Ein besonderer Dank gilt unserer Dozentin, die uns nicht nur fachlich begleitet hat, sondern auch dann für uns da war, wenn wir mal einen Hänger hatten oder nicht weiterkamen – diese Unterstützung hat einen grossen Unterschied gemacht.

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